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Ifo- Studie 2016

Aktuelle Studie des ifo- Instituts

23.10.2017 -

Die aktuelle Studie des ifo- Instituts weist einen deutlichen Umsatz- und Beschäftigungszuwachs in der Haus-und Gebäudetechnik im Bereich Sanitär, Heizung, Lüftung und Klima (SHK) auf. Die Studie wurde von der Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS), der Messe Frankfurt und dem Forum für Energieeffizienz in der Gebäudetechnik (VdZ) in Auftrag gegeben. Die Studie weist auf, dass der konsolidierte Jahresumsatz 2016 im Vergleich zum Vorjahr erneut gestiegen ist. Im Jahr 2016 wurden 55,4 Mrd. Euro erreicht, im Vorjahr 2015 betrug der konsolidierte Jahresumsatz 53,9 Mrd. Euro. Das Umsatzplus wird begründet mit der guten deutschen Baukonjunktur und vor allem den um 4 Prozent gestiegenen Investitionen im Wohnungsbau, sowie der wachsenden Auslandsnachfrage.

Die Unternehmenszahlen in der Branche sind in den letzten Jahren annähernd konstant. 2016 wurden hier rund 51.400 Unternehmen in der Haus- und Gebäudetechnik gezählt. Bei der Anzahl der Beschäftigten hält sich ein Aufwärtstrend. Im Jahr 2016 wurden hier rund 501.000 Personen beschäftigt, das sind rund 3.000 Beschäftigte mehr als im Vergleich zum Vorjahr 2015. Damit schafft die mittelständisch geprägte Sanitär-, Heizungs- und Klimawirtschaft neue Arbeitsplätze. An den stabilen Aufschwung der vergangenen Jahre konnte die Branche ebenfalls im Bereich des Inlandsumsatzes in der Haus- und Gebäudetechnik anknüpfen. Dieser belief sich 2016 auf 45,4 Mrd. Euro.

Weiterhin geht eine starke Nachfrage für die SHK-Branche geht vom Sanierungssektor aus. Die Sanitärwirtschaft dürfte 2017 von der wirtschaftlichen Situation und den Konsumausgaben der privaten Haushalte profitieren. Die wachsende Nachfrage nach altersgerechten Bädern ist hier ein wesentlicher Punkt, dessen Ursache im demographischen Wandel begründet liegt. Für die Heizungswirtschaft dürfte vor allem von dem hohen Durchschnittsalter der bestehenden Anlagen ein Anstoß zum Austausch alter Heizungen ausgehen. Ab Januar 2016 trat die neue Energiesparverordnung in Kraft. Diese Verordnung legt fest, dass Hauseigentümer installierte Heizungsanlagen, die bereits ein Alter von 30 Jahren erreicht haben, durch energieeffiziente Anlagen ersetzt werden müssen. Außerdem sind weitere positive Effekte durch die staatlichen Fördermaßnahmen zur Energieeinsparung und zur Nutzung erneuerbarer Energien zu erwarten. Grundsätzlich sind die Perspektiven für die Branche im laufenden Jahr gut. Die realen Hochbauinvestitionen werden um 2,7 steigen. Gleichzeitig wird im Jahr 2017 ein deutsches Wirtschaftswachstum von 1,9 Prozent erwartet.

Die komplette, kostenpflichtige Studie kann über die VDS unter http://www.sanitaerwirtschaft.de bestellt werden.