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Was ist der Coanda-Effekt

Die Eigenschaft von strömenden Teilchen

22.03.2018 -

Um die Luftströmung von RLT-Anlagen (Raumlufttechnische Anlagen), welche im Allgemeinen zum Luftaustausch und zur Raumluftreinigung verwendet werden, optimal zu nutzen, sollte der Begriff des Coanda-Effektes geklärt sein. Dieser beschreibt im Allgemeinen die Eigenschaft von strömenden Teilchen, die sich an eine glatte oder ebene Fläche anlegen.

Im Hinblick auf die Luftströmung der RLT-Anlagen kann dieser Effekt dazu führen, dass die Luft, welche aus der Anlage entweicht sich nur von einer Seite mit der Sekundärluft (hier der warmen Luft) vermischt. So wird kann ein Raum, bei dem die Anlage beispielsweise zu nah an der Decke angebracht ist, nicht richtig klimatisiert werden, da sich der Luftstrom aus der Anlage an die Decke legt, und so einen Unterdruck bildet.

Folglich wird so nur die Decke, also die ebene Fläche gekühlt, während die übrige Raumluft fast die gleiche Temperatur und Raumfeuchte beibehält. Ratsam ist deshalb, eine RLT-Anlage so auszurichten und zu positionieren, dass der Luftstrom möglichst nicht durch eine ebene Fläche abgelenkt wird, um so eine ganzheitliche Klimatisierung des Raumes zu erlangen.

Der Coanda-Effekt wurde durch den rumänischen Aerodynamiker und Physiker Henri Marie Coanda entdeckt, welcher 1910 bei einem Testflug mit einem Thermojet-Flugzeug, das durch einen kolbengetriebenen Vergaser und zwei Brennklammern angetrieben wurde durch die falsche Luftströmung dieses zerstörte.